|
Lexikon
Instinkte
Instinkte sind angeborene, im Erbgedächtnis fest
verankerte Verhaltensweisen. Dazu gehören z.B. der Selbsterhaltungstrieb
und der Arterhaltungstrieb.
Die Verhaltungsforschung benutzt auch den Begriff der Erbkoordination.
Instinkte sind erbliche festgelegte Bewegungsweisen (Welpe
findet Zitzen der Mutter). Instinkte werden durch Schlüsselreize
asusgelöst. Durch anhaltende Schlüsselreize die
das Tier nicht entladen kann, wird die Reizschwelle herabgesetzt.
Es spricht dann auch auf Reize mit geringerer Intensität
an. Diese Situation in der sich der Hund unter Hochspannung
befindet, kann auch dazu führen, das ohne einen auslösenden
Reiz eine Entladun stattfindet - Leerlaufreaktion.
Instiktverhalten ist das Suchen nach den notwendigen
(Schlüssel-) Reizen, um das Triebziel zu erreichen.
Instinkthandlungen sind Verhaltensweisen, mit der
ein Tier, ohne vorherige Erfahrung gemacht zu haben, mit seiner
Umwelt in Beziehung tritt.
Vorbedingungen für den Ablauf von Instinkten:
- erforderliche Triebstimmung (Hunger)
- Schlüsselreiz (Futter)
Abschluss: Endhandlung = Triebziel (Fressen)
Neben den ererbten Wesenseigenschaften spielen die erlernten
eine weitere entscheidene Rolle. Besonders großen Einfluss
auf das Wesen unseres Hundes, haben wir in den Prägungsphasen.
Diese beginnen für uns als Hundeführer mit der Übernahme
des Hundes vom Züchter. Die Prägung ist ein eng
begrenzter, zeitlich festgelegter Lernvorgang. Was in dieser
Zeit nicht erlernt wird, muss in mühsamer Arbeit nachgeholt
werden. Einiges kann zeitlebens nicht nachgeholt werden ->
Welpenzeit beim Muttertier: Aufbau von Urvertrauen
Wesenschwäche muss nicht immer eine Ursache von
Erbfehlern sein, sondern kann in Behandlungsfehlern bei der
frühen Aufzucht liegen (Behandlung durch den Züchter
z.B. Vorenthalten von menschlichen Kontakt bei der Aufzucht).
Unter anderem haben wir Einfluss auf das Wesen des Hundes:
- auf das künftige Verhältniss des Hundes zum
Menschen
- die Reaktionen auf verschiedene Umwelteinflüsse
- seine geistige Leistungsfähigkeit
- den Einsatz des Geruchssinnes
|